KFO-SH Fortbildung: MIH – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation

Ihr KFO-SH Landesvorstand möchte Sie herzlich einladen
zur Fortbildungsveranstaltung
„MIH – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – Ein Update des aktuellen wissenschaftlichen Stands & Behandlungsempfehlungen"

 

Datum:Mittwoch, 28.02.2018

Uhrzeit:19:00 - 21:00 Uhr

 

Ort:Hotel Altes Stahlwerk
Rendsburger Straße 81
24537 Neumünster
Telefon: 04321 5560254

 

Zur Anmeldung

 

MIH – Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – Ein Update des aktuellen wissenschaftlichen Stands & Behandlungsempfehlungen
Referent: Dr. med. dent. Antje Geiken

Durch die Teilnahme an dieser Fortbildungsveranstaltung erhalten Sie 2 Fortbildungspunkte nach den Leitsätzen der BZÄK vom 01.01.2006.

Inhalt der Fortbildung:

Während seit vielen Jahren ein allgemeiner Kariesrückgang zu beobachten ist, scheint nun ein neues Phänomen gehäuft aufzutreten: die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Die MIH stellt eine entwicklungsbedingte Strukturstörung der Zahnhartsubstanz dar und kann sich bereits im Milchgebiss (Milchmolaren Hypomineralistion - MMH) oder erst im permanenten Gebiss manifestieren. Laut Definition der European Academy of Paediatric (EAPD) ist die MIH eine Hypomineralisation mindestens einer oder mehrerer der ersten bleibenden Molaren mit und ohne Beteiligung der Inzisivi. Die Zähne zeigen schon im nicht durchgebrochenen Zustand je nach Schweregrad eine cremig-weißliche, bräunlich-gelbliche Veränderung des Schmelzes bis zum formverändernden Substanzverlust der Zahnkrone. Die betroffenen Zähne zeigen je nach vorherrschenden Schweregrad Heiß-, Kalt- und Berührungsempfindlichkeiten. Aufgrund der geringeren Toleranzschwelle auf mechanische Reize sind derartig erkrankte Zähne weniger gut der häuslichen Mundhygiene zu zuführen. Nachfolgend bedingt dann die schlechtere Mundhygiene wiederum ein größeres Kariesrisiko und ein noch schnelleres Voranschreiten der Defekte.

Konventionelle Therapien wie non-invasive Fluoridierungsmaßnahmen aber auch Stahlkronen führen oft nur eingeschränkt zu Erfolgen. In Einzelfällen bleibt nur noch die Extraktion des zerstörten Zahnes und dem anschließenden Versuch eines kieferorthopädischen Lückenschluss. Warum tritt nun aber die MIH so gehäuft die letzten Jahrzehnte auf? Ist diese nur in den zahnärztlichen Focus gerückt oder sind es doch ursächliche Faktoren für eine höhere Inzidenz? Wie unklar die Ätiologie der Erkrankung wirklich ist und wie stark beispielweise die Angaben zur Prävalenz schwanken soll neben möglichen und teils kontroversen Therapieansätzen im Vortrag diskutiert werden. Welchen Stellenwert die interdisziplinäre Behandlung, insbesondere aber frühzeitige Planungsabsprache von Kinderzahnmedizin und Kieferorthopädie hat, soll ebenso Inhalt des Vortrages sein. Dabei versucht die Referentin anhand von Fallbeispielen, der wissenschaftliche Evidenz mögliche präventive Ansätze aber auch den teils langen Leidensweg für die erkrankten Kinder aufzuzeigen. Denn es muss bedacht werden, die Patienten sind aufgrund des bestehenden, vielfach undeutlichen Beschwerdebildes schwieriger einer adäquaten Behandlung zuzuführen.

Kurz-Vita Dr. med. dent. Antje Geiken

  • seit 2017 Funktionsoberärztin in der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKSH, Campus Kiel
  • seit Juli 2016 Curriculare Weiterbildung Endodontie
  • seit Oktober 2015 Leiterin des Funktionsbereichs „Kinderzahnmedizin" in der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKSH, Campus Kiel
  • 2015 Zertifizierung für den Tätigkeitsschwerpunkt „Kinderzahnmedizin"
  • seit 2014 Referentin in der modularen Weiterbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin des Heinrich-Hammer-Instituts, Zahnärztekammer Schleswig-Holstein
  • 2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie des UKSH, Campus Kiel, in der Sektion Zahnerhaltung
  • 2012 Staatsexamen der Zahnheilkunde an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Approbation
  • 2006 Allgemeine Hochschulreife

KFO-SH Dr. med. dent. Antje Geiken

Dr. med. dent. Antje Geiken